Case Modding macht aus dem heimischen PC ein Designobjekt

Case Modding

Case Modding kann mit “das Gehäuse verändern” übersetzt werden. Die optische Aufwertung eines Computers wirkt wie eine Brustvergrößerung bei Frauen. Eine Vergrößerung der Brust lässt eine Frau weiblicher und attraktiver erscheinen. Fast jede Frau, die sich einer Busenvergrößerung unterzieht, fühlt sich nach der Operation besser als vorher. Bei Computern ist das ähnlich: Nach dem Umbau erstrahlt der PC in neuem Glanz und zieht viele Blicke auf sich. Das sogenannte “Silencing” ist ebenfalls eine Form von Case Modding. Desktop-PCs finden auch deshalb immer weniger Käufer, weil die Lüfter eine unangenehme Geräuschkulisse erzeugen. Geräuscharme Lüfter sind für wenig Geld in jedem Computershop erhältlich und reduzieren den Lärmpegel, sodass ungestörtes Arbeiten möglich wird.

Desktop-PCs eignen sich aufgrund ihrer Größe am besten für Case Modding-Aktivitäten. Zwar hat sich inzwischen Schwarz als Standardfarbe etabliert; dies ist aber praktisch der einzige Unterschied zu den Zeiten, als alle Heimcomputer beige waren. Ansonsten wirken Desktop-Rechner noch immer langweilig und fristen ihr Dasein meist unter dem Schreibtisch des Besitzers. Mit Case Modding kann aus einem schnöden Gebrauchsgegenstand ein Kunstobjekt werden, das Aufmerksamkeit erregt. Die Möglichkeiten, den eigenen PC in ein neues Gewand zu kleiden, sind vielfältig. Schon für 70 Franken können Computerbesitzer das Aussehen ihres Rechners so verändern, dass dieser kaum wiederzuerkennen ist. Bei der Umgestaltung des Gehäuses sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – manche Case-Modder verwandeln ihren Rechner in einen Formel 1-Wagen oder einen Außerirdischen.

Eine besonders effektvolle Maßnahme ist der Einbau eines Fensters in das Gehäuse. Dazu muss man kein Computerexperte sein – die Seitenabdeckung ist mit wenigen Schrauben am Rahmen befestigt und kann daher leicht entfernt werden. Wasserkühlungen sind bei Case-Moddern beliebt, weil sie den Geräuschpegel des Rechners senken und einfach gut aussehen. Ein beleuchteter Lüfter hat ebenfalls eine starke visuelle Wirkung und kostet weniger als 20 Franken. Der Austausch kann auch von Laien vorgenommen werden. Anfänger sollten jedoch darauf achten, dass das Gerät ganz von der Stromversorgung abgetrennt ist. Wird der Rechner einfach ausgeschaltet, riskiert man einen Stromschlag. Wenn der Computer bei der Umbauaktion beschädigt wird, kann man sich außerdem nicht auf die Herstellergarantie berufen.

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